Ein Mensch für Kloster Zinna – Zum Rücktritt von Erik aus dem Ortsbeirat

Mit dem Rücktritt von Erik aus dem Ortsbeirat von Kloster Zinna verliert der Ort nicht nur ein engagiertes Mitglied dieses Gremiums, sondern vor allem einen Menschen, der wie kaum ein anderer für Gemeinschaft, Tatkraft und gelebten Zusammenhalt in Kloster Zinna steht.

Erik gehört zu denen, die nicht lange reden, sondern handeln. Zu denen, die da sind, wenn Hilfe gebraucht wird – ganz gleich, ob es bequem ist oder nicht. Sein Engagement für Kloster Zinna zieht sich durch alle Bereiche des Dorflebens. Bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Förderverein, im Kitaverein: Erik ist stets zur Stelle, wenn es etwas zu organisieren, zu stemmen oder schlicht anzupacken gibt.

Immer zur Stelle – ob Fest, Kita oder Filmabend

Fehlt kurzfristig ein Bierwagen für ein Fest, ist Erik derjenige, der ihn organisiert, bestückt, den Ausschank übernimmt und am Ende auch für die Reinigung sorgt. Wird in der Kita ein Grillmeister gebraucht, steht Erik am Rost. Braucht eine Veranstaltung im Konversenhaus helfende Hände, ist er da – zuverlässig, unaufgeregt und ohne große Worte. Selbstdarstellung liegt ihm fern, sein Antrieb ist allein der Wunsch, etwas für den Ort und die Menschen zu tun.

Dieses Engagement endet jedoch nicht bei Vereinen oder offiziellen Anlässen. Auch im Privaten ist Erik jemand, auf den man sich verlassen kann. Ob Unterstützung bei der täglichen Gassirunde mit dem Hund oder sogar eine komplette Urlaubsbetreuung – Erik hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Für viele ist er ein fester Bestandteil des nachbarschaftlichen Miteinanders geworden.

Erik Jonscher vor der Freiwilligen Feuerwehr in Kloster Zinna
Erik vor der Feuerwehrwache in Kloster Zinna.

Anerkennung weit über Kloster Zinna hinaus

Dass sein Einsatz weit über die Ortsgrenzen hinaus wahrgenommen wird, zeigt, wie außergewöhnlich sein Wirken ist. Die renommierte Filmemacherin Elfi Mikesch war beim Filmabend im vergangenen Mai sofort begeistert von seiner Präsenz und Hilfsbereitschaft. Beim Sommerfest im letzten Jahr schloss eine Delegation aus Dessau das ‚Fleißbienchen‘ aus Kloster Zinna direkt ins Herz – bis heute wird regelmäßig nach ihm gefragt. Anerkennung, die man sich in jungen Jahren erst einmal erarbeiten muss.

Mit genau diesem Elan, dieser Überzeugung und seiner tiefen Verbundenheit zu Kloster Zinna trat Erik auch dem Ortsbeirat bei. Er wollte mitgestalten, etwas bewegen und die Zukunft des Ortes aktiv mitprägen. Doch wie schon viele Engagierte vor ihm, ist auch er an den internen Problemen und Spannungen innerhalb des Ortsbeirates aufgerieben worden. Als letzte Konsequenz hat er nun seinen Rücktritt erklärt – weil es schlicht nicht mehr ging.

Ein Dankeschön an Erik

Lieber Erik, Dein Rücktritt ist ein Verlust für den Ortsbeirat, aber Dein Engagement für Kloster Zinna darf und soll damit nicht enden. Es bleibt zu hoffen, dass Du trotz aller Querelen und Enttäuschungen Deinem Ort weiterhin verbunden bleibst und Dein Herz für Kloster Zinna nach außen trägst. Deine Ideen, Deine Motivation und die Gespräche mit Dir sind für viele Menschen im Ort von unschätzbarem Wert.

Kloster Zinna braucht Menschen wie Dich. Lass Dich nicht entmutigen und gehe Deinen Weg weiter. Trotz Deines jungen Alters kannst Du mit Recht stolz auf das sein, was Du in den vergangenen Jahren für diesen Ort und seine Gemeinschaft geleistet hast.

17 thoughts on “Ein Mensch für Kloster Zinna – Zum Rücktritt von Erik aus dem Ortsbeirat

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  1. Sehr schöne Worte. In unserem Ort gibt es so viele tolle Jugendliche – ich würde mir wünschen, dass noch mehr von ihnen sich aktiv einbringen.

  2. Ich bekomme Gänsehaurt, wenn ich den Beitrag lese. Ja – das ist unser Erik. So kenne ich ihn, so kennen wir ihn. Da gibt es einen jungen engagierten Menschen, der im gesellschaftlichen Leben mitwirken möchte, und dann wird er nicht mitgenommen, sondern allein gelassen. So gewinnen wir leider keinen Nachwuchs.

  3. wie sagt man so schön: „der Fisch stinkt vom Kopf“… wenn Erik einer von vielen ist, sollte man einmal überprüfen, an wem es immer scheitert und dort endlich etwas ändern, sonst wird das nie etwas…. So viel Engagement von ihm für die „Tonne“

    1. Wer sich für das „Zusammwirken“ innerhalb des Ortsbeirates interessiert, sollte mal Familie Schwoch ansprechen. Es ist sehr schade, was in so einem kleinen Ort passiert.

  4. Zum Glück haben wir Herrn Trosien, der uns solche wichtigen Dinge mitteilt.
    Vielen Dank.
    Vom Ortsbeirat kam diese Information ja noch nicht. Vielleicht aus Angst, dass man Antworten muss, warum?
    Erik, bleib wie du bist. Immer freundlichen, hilfsbereit und für jeden ein offenes Ohr.

  5. Die Kaiserin soll sich bei der nächsten Wahl um ein zweites Schoßhündchen bemühen, damit sie noch freier über Kloster Zinna verfügen kann.

  6. Ich halte es für bedauerlich, dass es Personen wie Herrn T. gibt, die Tatsachen verdrehen und eigene Darstellungen hinzufügen. Wer sich für die Gründe von Eriks Austritt interessiert, sollte ihn direkt danach fragen und den Berichten von Herrn T. kein Glauben schenken.

    1. Kennst du ihn überhaupt? Wer Erik in den vergangenen Monaten erlebt hat, hat gemerkt, daß etwas nicht stimmt. Das ihn etwas stark belastet. Gut das er sich nun zu dem Schritt durchgerungen hat, auch wenn ihm die Entscheidung wohl sehr schwer gefallen ist.

  7. Ein sehr schön geschriebener Beitrag. Allerdings finde ich anonyme Kommentare zum Ortsbeirat, die unter die Gürtellinie gehen, absolut geschmacklos. Solche Beiträge tragen nicht zu einer konstruktiven Diskussion bei, sondern schüren lediglich schlechte Stimmung. Kritik sollte offen, respektvoll und lösungsorientiert geäußert werden.

  8. Jeder hat in den letzten Jahren mitbekommen, was in Kloster Zinna läuft:

    Beyer – Kreuzer – Schwoch
    Baade – Hofmeister – Kreuzer
    Jonscher – Kreuzer – Montag

    Nichts lief rund und redet man mit den Beteiligten, was es für jeden eine schwere Zeit.

  9. Es ist schon schade, wie wenig zusammen funktioniert und selbst in solch einem kleinen Ort die Gräben immer tiefer werden. Es ist ein Spiegelbild einer zerstrittenen Gesellschaft.

  10. Was ich am schlimmsten finde, das der Förderverein gegen den Ortsbeirat arbeitet. Diese miese Stimmung kommt nicht vom Ortsbeirat. Es wird gemeckert. Leute, dann macht es doch einfach besser. Hier wird für ein Miteinander gepredigt und was passiert? Es wird ein Keil zwischen getrieben. unfassbar Was hier abgeht. Das ist nicht mehr unser Kloster Zinna.

    1. Bisher lief es doch immer gleich ab: Aus den Kreisen des Ortsbeirates wurden regelmäßig Unwahrheiten verbreitet, mit denen Einwohner bedacht wurden, die nicht nach den gewünschten Vorstellungen mitgespielt haben. Wer mitmacht, wird gefeiert – bis er nicht mehr funktioniert oder keinen Nutzen mehr bringt. Das lassen sich inzwischen immer weniger Menschen im Ort gefallen, und es rumort ordentlich. Mal sehen, wann es zum großen Knall kommt. Die Diskussion hier hat dafür schon ordentlich Potenzial. Popcorn steht jedenfalls bereit.

      1. Der Seehaus-Clan war schon immer problematisch. Immer ging es nur um Macht um jeden Preis und das Unterjochten von kritischen Stimmen.

        Wir schauen, wann unser großer DJ in Ungnade fällt und abgeräumt wird.

  11. Jetzt hat sich der Ortsbeirat sogar genötigt gesehen, eine Mitteilung herauszugeben. Inhaltlich wahrscheinlich aus Eigenschutz völlig falsch.

    Wie zuvor geschrieben, ist nun Zeit für Popcorn. Da kommt bestimmt noch mehr.

  12. Ich bestehe übrigens darauf, dass jedes meiner Worte so passt. Wenn nun jemand etwas anderes behauptet, dann stimmt da etwas nicht.

    Erik ist in den vergangenen Jahren zu einem Teil unserer Familie geworden, zu dem wir großes Vertrauen haben. Er hat nicht nur einen Schlüssel zu unserem Haus, sondern war auch bei unserem letzten Sommerurlaub mit dabei.

    Ich könnte jetzt sehr weit ausholen und auf viele Geschehnisse eingehen. Das ist jedoch gar nicht das Ansinnen des Artikels. Es ging darum, einem jungen Mann zu danken, der sich für Kloster Zinna engagiert, der immer da ist, wenn jemand im Ort Hilfe braucht. Dafür gebührt ihm ein großes Dankeschön.

    Darüber hinaus haben wir noch viele weitere tolle Jugendliche im Ort, die die Zukunft von Kloster Zinna darstellen. Es ist daher besonders schade, dass sie direkt im Ort keine Anlaufstelle haben. Umso mehr bedauere ich, dass das Alte Zollhaus/Webhaus von der Stadt verramscht wurde. Es hätte eine große Chance für die Einwohner im Ort geboten.

    Die Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft. Aktuell wird jedoch einfach zu wenig getan, damit sie hier Wurzeln schlagen können.

    Wir haben nun im Jugendbeirat der Stadt Jüterbog auch einige Ortsansässige. Nutzt bitte diese Chance, um gegen die Erwachsenen aufzustehen und euch eine bessere Lebensperspektive zu schaffen – für ein zukunftsweisendes und lebenswertes Kloster Zinna.

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