Rettet das Alte Zollhaus/Webhaus – für ein lebendiges Kloster Zinna

Markendorf, Grüna, Neuheim und Neuhof haben es längst: einen Gemeinderaum – einen Ort der Begegnung, der das Dorfleben stärkt, Feste ermöglicht und das Miteinander fördert. Dem größten Ortsteil der Stadt Jüterbog, Kloster Zinna, bleibt ein solcher Treffpunkt bislang verwehrt – und das trotz eines klar spürbaren Bedarfs. Die Menschen hier brauchen einen Ort, an dem sie sich austauschen, feiern, gestalten und erinnern können.

Dank der evangelischen Kirchengemeinde um Pfarrer Tileman Wiarda kann dieser Mangel bislang zum Teil aufgefangen werden – das Konversenhaus wird regelmäßig für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Doch auch dessen Möglichkeiten sind begrenzt. Die Einwohner von Kloster Zinna haben es verdient, ebenso wie die Nachbarorte von der Stadt mit passenden Räumlichkeiten unterstützt zu werden.

Umso unverständlicher ist es, dass die Stadt Jüterbog nun plant, das Alte Zollhaus/Webhaus zu verkaufen – ein Gebäude, das über Jahrhunderte hinweg ein Ort für die Menschen war: als Schule, Kindergarten, Arztpraxis, Jugendherberge, Museum und vieles mehr. Es ist tief in der Geschichte des Ortes verwurzelt. Selbst wenn der Verkauf an ein Nutzungskonzept gebunden sein soll – wer garantiert, dass dieses den Einwohnern einen Mehrwert bringt oder auch tatsächlich umgesetzt wird?

Die Gartenseite vom Alten Zollhaus/Webhaus
Die Stadt Jüterbog möchte das Alte Zollhaus/Webhaus zu Geld machen.

Dabei liegt die Lösung so nah:

Statt das Haus zu veräußern, sollte es den Menschen von Kloster Zinna zur Verfügung gestellt werden. Das Gebäude bietet genug Raum für vielfältige Nutzungen – über alle Generationen hinweg:

  • Im oberen Geschoss könnte auf der einen Seite ein großer Raum für den Verein zur Förderung der Kita Pittiplatsch Kloster Zinna e.V. entstehen – ideal für Kinderturnen, Tanz und Geburtstagsfeiern.
    Auf der anderen Seite könnten ein Gemeinschaftsatelier für Künstler und zwei Proberäume für Musiker entstehen. Mehrere junge Schlagzeuger und Gitarristen gibt es in unserem Ort, die dort Raum für ihre kreative Entfaltung finden könnten.
  • Im Erdgeschoss könnte weiterhin das Webermuseum einen festen Platz finden – als Zentrum für Erinnerungskultur, das die Geschichte der Stadt Zinna und dem heutigen Kloster Zinna und seiner Menschen bewahrt. Vielleicht gelingt es sogar, die alten Webstühle wieder in Betrieb zu nehmen – als lebendige Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
    Auf der anderen Seite des Erdgeschosses könnte der Förderverein Kloster Zinna e.V. sein Zuhause finden – als Ort für Versammlungen, Materiallager und Veranstaltungen. Auch die monatliche Ortsbeiratssitzung könnte hier dauerhaft stattfinden.
  • Der Garten hinter dem Haus lädt ein zu kleinen Vereins- und Familienfeiern, Musikveranstaltungen und Begegnungen. Der vom Förderverein geschaffene Backofen könnte weiterhin bei Festen zum Einsatz kommen – als Symbol für Gemeinschaft und Tradition.
Backofen am Alten Zollhaus/Webhaus
Einst vom Förderverein geschaffen, soll der Backofen nun mit dem Alten Zollhaus/Webhaus verkauft werden.


Natürlich stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Aber: Es gibt Fördermittel – auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene – genau für solche Zwecke. Für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, für Kultur, Begegnung und ländliche Entwicklung. Zudem verfügen wir in Kloster Zinna über engagierte Menschen, über Know-how und handwerkliche Fähigkeiten. Wenn wir zusammenstehen, können wir dieses Projekt stemmen.

Lasst uns das Alte Zollhaus nicht aufgeben

Lasst uns aus dem Alten Zollhaus/Webhaus einen Ort machen, der Geschichte bewahrt, Gemeinschaft stiftet und Zukunft ermöglicht.

Lasst uns gemeinsam handeln – bevor etwas verschwindet, das uns auf Jahrzehnte fehlen wird.

2 thoughts on “Rettet das Alte Zollhaus/Webhaus – für ein lebendiges Kloster Zinna

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  1. also irgendjemand muss die Party Zahlen und da der Bund und das Land die Gelder für Protz-Projekt wie neues Kanzleramt, Demokratie, noch ein neues Ministerium mit angestellten, ganz wichtig CO2 Förderprogramme im Ausland und Entwicklungshilfe selbst nach China und Indien in zig Milliarden Euro Mengen usw. ausgibt , wird es kaum noch Geld für sowas geben.
    so hilft dir selbst dann hilft dir Gott.
    Vorschlag betreibt es mit allen Kosten selbst. senkt eure Steuerlast damit und investiert selbst Zeit noch. Anstatt immer mehr zu arbeiten für Steuern und Abgaben die der Bund verschleudert. Bis 1000 € kann die Hälfte sofort von der zu zahlenden Einkommensteuer bei Spenden an Vereinen abgesetzt werden. zb.
    geht auf die Stadt zu das ihr alle Kosten inkl. Grundsteuer, Versicherung Reperaturen übernehmt.
    macht ein Gemeindeprojekt draus.
    Tanzveranstaltung wieder einführen use.
    wenn ihr wollt fragt, vielleicht fallen uns gemeinsam Ideen ein . fakt ist sowas geht nur wenn viele für den Zusammenhalt mitmachen.
    geht bei uns mit den Gewässer in Ordnung bringen beim Kreisanglerverband Luckenwalde auch nur so

  2. Der Grund für den Verkauf vom Webhaus liegt jedoch nicht in Berlin, sondern an einer fehlerhaften Politik in Jüterbog. Die Stadt wird seit Jahren konzeptlos geführt. Keine Ideen und kein Bemühen, die Bürger mit einzubinden. Die Folge kann dann z.B. an den Wochenenden am Bahnhof gesehen werden, wo eine orientierungslose Jugend abhängt, säuft und alle möglichen Substanzen konsumiert. Die Menschen in JB bekommen seit jeher vom Rathaus den Mittelfinger präsentiert. Eine Politik von oben herab.

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