Der diesjährige Radwandersonntag des Fördervereins Kloster Zinna e.V. hat am Sonntag, 3. Mai, alle Erwartungen übertroffen. Bei bestem Frühlingswetter strömten bereits vor zehn Uhr zahlreiche Besucher zum Startpunkt am Denkmal für Friedrich den Großen – und sorgten für ein beeindruckendes Bild.
Über 200 Teilnehmer sorgen für lebendiges Treiben
Was sich rund um den Treffpunkt abspielte, erinnerte an einen geschäftigen Ameisenhaufen: Aus allen Richtungen kamen die Menschen zusammen, viele nutzten das sonnige Wetter sogar für eine Anreise mit dem Fahrrad – ganz im Sinne des Radwandersonntags.. Am Ende zählte der Förderverein über zweihundert Teilnehmer – ein großer Erfolg für die Veranstaltung. Als kleine Besonderheit erhielt jeder Gast eine historische Notgeld-Marke aus den 1920er Jahren, die für zusätzliche Begeisterung sorgte.
Spannende Einblicke in die Ortsgeschichte
Die Führung durch Kloster Zinna übernahm Museumsleiter und Fördervereinsmitglied Norbert Jannek. Mit viel Fachwissen und anschaulichen Erzählungen führte er die Gruppe durch den Ort – vorbei an der Grafschaft in Richtung Kloster und weiter nach Kaltenhausen. Seine lebendigen Schilderungen machten die Geschichte des Ortes für die Teilnehmer greifbar und sorgten für großes Interesse. Viele Besucher dankten ihm im Anschluss für die eindrucksvollen Einblicke.

Erinnerungen werden im Gutshaus Kaltenhausen lebendig
In Kaltenhausen angekommen, öffnete Fördervereinsmitglied und Hausherr Holger Gröhn die Türen seines Gutshauses für die Gäste. Aufgrund des großen Andrangs mussten die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufgeteilt werden – eine Herausforderung, die souverän gemeistert wurde. Für viele Besucher wurde der Rundgang zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, als das Gebäude noch als Schule diente: Zahlreiche ehemalige Schüler des Hauses erinnerten sich an ihre Schulzeit und tauschten Anekdoten aus – von kleinen Streichen bis hin zu heimlichen Zigaretten hinter dem Toilettenhäuschen. Auch war mit Frau Guderjahn eine frühere Direktorin vor Ort, die zusätzliche Einblicke und Erinnerungen beisteuerte.

Picknick, Begegnungen und ein gelungener Ausklang
Während im Schloss Führungen stattfanden, sorgten Ute, Heike, Grit und Sybille gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern im Garten für ein liebevoll vorbereitetes Picknick. Dieses verkürzte nicht nur die Wartezeit, sondern entwickelte sich schnell zu einem geselligen Treffpunkt. Bei kleinen Speisen und Getränken kamen die Gäste miteinander ins Gespräch, alte Bekanntschaften wurden erneuert und viele gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht. Die entspannte Atmosphäre und die vielen freudigen Gesichter prägten den Abschluss der Veranstaltung.
„Ich bin überwältigt von diesem großen Interesse“, resümierte der Vereinsvorsitzende Andreas Baade. „Ein ganz besonderer Dank gilt Norbert Jannek und Holger Gröhn für die eindrucksvollen Einblicke in die Geschichte unseres Ortes. Ebenso freue ich mich sehr über die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder beim Picknick. Vor allem die vielen fröhlichen Gesichter und die lebendigen Gespräche zeigen, wie wichtig solche Veranstaltungen für unsere Gemeinschaft sind.“

Zufrieden klang der Radwandersonntag ohne Rad aus – verbunden mit zahlreichen Ideen für zukünftige Themenführungen. Der Förderverein dankt allen Besuchern und Unterstützern für ihr Engagement. Denn eines wurde an diesem Tag einmal mehr deutlich: Nur gemeinsam lässt sich das kulturelle Leben eines Ortes lebendig gestalten.
Weitere Veranstaltungen im Mai
Bereits jetzt richtet der Förderverein den Blick auf die kommenden Veranstaltungen: Am 16. Mai feiert das Museum sein 70-jähriges Bestehen – ein Anlass, bei dem Museumsleiter Norbert Jannek einmal mehr sein umfangreiches Wissen unter Beweis stellen dürfte. Der Förderverein wird die Feierlichkeiten selbstverständlich unterstützen.
Nur einen Tag später öffnet dann die einzig wahre ‚Gute Stube‘ wieder ihre Pforten für ein ganz besonderes kulturelles Highlight: Gemeinsam mit Filmemacherin Carolin Martin wird die Weltpremiere ihres Films ‚Kristall‘ gefeiert. Dabei handelt es sich um ein märchenhaftes Werk, das in Oehna gedreht wurde – mit Laiendarstellern aus Wiepersdorf und Dennewitz. Die Produktion verspricht nicht nur eine liebevoll erzählte Geschichte, sondern auch einen starken regionalen Bezug, der die Premiere zu einem besonderen Erlebnis für Besucher aus der Umgebung machen dürfte.
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