Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna: Ein Dorfkindergarten mit Herz und Zukunft

Holger Gröhn wirbt für den Erhalt der Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna. Mit familiärer Atmosphäre, Naturerlebnissen und musikalischen Angeboten hat sich die Einrichtung ein besonderes Profil geschaffen. Angesichts sinkender Anmeldezahlen möchte er Familien auf freie Betreuungsplätze aufmerksam machen und fordert zugleich Fortschritte beim geplanten Neubau.

Ein freundlicher Gruß am Küchenfenster, vertraute Gesichter und ein großzügiger Garten mit schattenspendenden Bäumen: Für viele Familien beginnt und endet der Kita-Alltag in Kloster Zinna mit kleinen Gesten, die den Unterschied machen. Die städtische Kita Pittiplatsch ist für ihre Eltern weit mehr als eine Betreuungseinrichtung. Sie ist ein fester Bestandteil des Dorflebens – und ein Ort, an dem Kinder in einer familiären Umgebung aufwachsen und die Welt entdecken können.

Holger Gröhn möchte die Vorzüge der Einrichtung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Denn in den vergangenen Monaten ist die Zahl der neu angemeldeten Kinder zurückgegangen. Umso wichtiger sei es, die besonderen Qualitäten der Kita hervorzuheben und Familien für das Betreuungsangebot zu interessieren.

„Unser Kindergarten ist so wertvoll für unser Dorf“, betont Gröhn. Für ihn steht fest: Pittiplatsch soll auch in Zukunft ein Ort bleiben, an dem Kinder wohnortnah und in vertrauter Umgebung betreut werden.

Der Eingansbereich zur Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna.
Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, die Begrüßung umso liebevoller.

Persönliche Betreuung und eine herzliche Atmosphäre

Schon beim Betreten der Kita fällt die freundliche Atmosphäre auf. Am Eingang werden Kinder und Eltern von einer Mitarbeiterin am Küchenfenster begrüßt. Auch die Erzieherinnen begegnen den Familien herzlich und begleiten die Entwicklung der Kinder mit viel Engagement.

Ein besonderer Bestandteil der pädagogischen Arbeit sind die individuellen Lerngeschichten, in denen die Entwicklung jedes Kindes liebevoll dokumentiert wird. So erhalten die Kinder eine persönliche Begleitung, während ihre Fortschritte und Erlebnisse festgehalten werden.

Auch die räumlichen Gegebenheiten bieten Vorteile: Die Gruppenräume befinden sich auf einer Ebene und verfügen jeweils über einen eigenen Zugang zum großzügigen Garten. Dort laden Bäume, Spielgeräte und ein Wasserspielbereich zum Spielen und Entdecken ein. Hinzu kommen gemütliche Gruppenräume und ein gut ausgestatteter, neuer Turnraum.

Zwar ist das Gebäude baulich in die Jahre gekommen, doch aus Sicht Gröhns ist das kein Grund, die Einrichtung infrage zu stellen. „Sicher geht es moderner und schicker. Aber das ist kein Drama“, erklärt er mit Blick auf den Zustand der Kita.

Entscheidend sei vor allem die Qualität der Betreuung. Und mit der seien die Familien sehr zufrieden.

Natur und Musik als Markenzeichen

Die Kita Pittiplatsch setzt bewusst auf Naturerlebnisse und musikalische Angebote. Die Kinder erleben die Jahreszeiten, unternehmen Spaziergänge am Wallwanderweg und besuchen Gärten im Dorf. Zur Erntezeit lernen sie Obst und Gemüse kennen und erfahren beim gemeinsamen Verarbeiten, wo Lebensmittel herkommen.

Auch Musik gehört fest zum Alltag. Im Morgenkreis wird gesungen und musiziert, ein Klavier im Flur lädt zum Entdecken ein. Hinzukommen Besuche einer Musikerin, die mit kindgerechter Fünftonmusik arbeitet, sowie Ausflüge zur Orgel. Bei Dorffesten tritt regelmäßig der Kinderchor der Kita auf.

Darüber hinaus ermöglichen die engagierte Elternschaft und der aktive Verein zur Förderung der Kita Pittiplatsch e.V. besondere Projekte. Dazu zählen Waldtage, ein Feuerwehrprojekt und Schwimmangebote für Vorschulkinder.

Diese Aktivitäten zeigen, wie eng die Kita mit ihrem Umfeld verbunden ist. Die Kinder lernen nicht nur innerhalb der Einrichtung, sondern entdecken auch das Dorf und seine Menschen. Natur, Musik und Gemeinschaft sind damit wichtige Bestandteile des pädagogischen Profils.

Für Gröhn sind genau diese Angebote ein Grund, auf die Kita stolz zu sein. Sie machten die Kita Pittiplatsch zu einem besonderen Ort, der sich durch seine überschaubare Größe und die enge Verbindung zum Dorf auszeichne.

Der Garten von der Kita Pittiplatsch bietet viel Platz zum Spielen und Entdecken.
Der großen Garten der Kita Pittiplatsch lädt zum Spielen und Entdecken ein.

Die letzte städtische Dorfkita in Jüterbog

Pittiplatsch hat für Kloster Zinna auch über die Betreuung der Kinder hinaus eine besondere Bedeutung. Sie ist die einzige städtische Kita in einem Ortsteil von Jüterbog. Die übrigen städtischen Kindertagesstätten befinden sich im Stadtgebiet.

„Ich spreche ganz bewusst von unserer Dorfkita“, unterstreicht Gröhn. Die wohnortnahe Betreuung sei für Familien eine große Erleichterung – auch für Großeltern, die bei der Betreuung helfen. Gerade für kleinere Kinder biete eine überschaubare Umgebung Sicherheit und Vertrautheit.

Kurze Wege, der enge Kontakt zwischen Eltern und Erzieherinnen sowie die Möglichkeit, das Dorfleben unmittelbar in den Kita-Alltag einzubeziehen, seien wichtige Vorteile. Hinzu komme die aktive Elternschaft, die gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Kita Projekte für die Kinder unterstütze.

Gröhn versteht sein Engagement deshalb nicht als Sonderwunsch für Kloster Zinna, sondern als Einsatz für ein besonderes Betreuungsangebot innerhalb der Stadt Jüterbog. Eine Dorfkita sei ein wichtiger Bestandteil eines lebendigen Ortes und solle auch für kommende Familien erhalten bleiben.

Neubau geplant – Baubeginn weiterhin offen

Neben dem Wunsch, die bestehenden Stärken der Kita zu erhalten, richtet sich der Blick auch auf ihre bauliche Zukunft. Ein Neubau der Kita Pittiplatsch ist grundsätzlich beschlossen und befindet sich in der Planung. Nach Angaben Gröhns wurden bereits Grundstücke gekauft. Auch die Stadt habe öffentlich mitgeteilt, dass die Planung aufgenommen worden sei.

Wann tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann, ist jedoch weiterhin unklar. Gröhn fordert deshalb, dass den bisherigen Planungen konkrete Schritte folgen. „Wir fordern von der Politik nun dringend Taten ein“, macht er deutlich.

Dabei geht es ihm nicht allein um ein modernes Gebäude. Vielmehr müsse der Standort langfristig gesichert werden. Denn trotz aller Vorzüge der Einrichtung sieht Gröhn die rückläufigen Anmeldezahlen als Herausforderung. Wenn sich dauerhaft zu wenige Kinder für Kloster Zinna anmelden, könnte dies auch die Zukunft des Standortes und damit den geplanten Neubau unter Druck setzen.

Die bauliche Entwicklung und die Zahl der betreuten Kinder hängen aus seiner Sicht deshalb eng zusammen: Eine Zukunftsperspektive für das Gebäude braucht auch Familien, die das Angebot nutzen.

Ein möglicher Neubau für die Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna
Ein Kita-Neubau wäre ein Zeichen für die Zukunft von Kloster Zinna.

Freie Kitaplätze als Chance für Familien

Mit seinem Engagement möchte Gröhn vor allem Familien erreichen, die einen Betreuungsplatz suchen oder sich mit der Kita bislang noch nicht näher beschäftigt haben. Die freien Plätze sollen stärker ins Bewusstsein rücken und die Gelegenheit bieten, die Einrichtung und ihre Angebote kennenzulernen.

Die Mischung aus familiärer Betreuung, Natur, Musik, vielfältigen Projekten und einer engen Verbindung zum Dorf macht die Kita Pittiplatsch aus seiner Sicht zu einem Angebot, das auch für kommende Generationen erhalten bleiben sollte.

Dabei richtet sich sein Appell sowohl an Familien als auch an die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik. Eltern sollen die Chance bekommen, die Einrichtung kennenzulernen und sich selbst ein Bild von der Betreuung zu machen. Gleichzeitig müsse die Stadt die Zukunft der Kita konsequent weiterverfolgen und die Planungen für den Neubau voranbringen.

„Der Kindergarten soll unbedingt erhalten bleiben, denn er ist ein grundlegender Bestandteil eines funktionierenden Dorflebens“, lautet Gröhns klare Botschaft.

Ein Ort für viele kommende Generationen

Die Kita Pittiplatsch ist für Holger Gröhn ein wichtiger Bestandteil von Kloster Zinna. Ihr Erhalt sei nicht nur für die derzeit betreuten Kinder und ihre Familien von Bedeutung, sondern auch für zukünftige Generationen. Eine wohnortnahe Betreuung trage dazu bei, dass Familien sich im Dorf wohlfühlten und die Gemeinschaft lebendig bleibe.

Die Botschaft ist klar: Die Kita Pittiplatsch soll nicht nur Teil der Vergangenheit und Gegenwart des Dorfes sein, sondern auch eine Zukunft haben. Dafür braucht es genügend Kinder, Unterstützung aus dem Ort und Fortschritte bei den Neubauplänen.

Gröhn will die Entwicklung deshalb auch weiterhin aufmerksam verfolgen. „Hieran werden wir Zinneraner die verantwortlichen Politiker im Dorf und in Jüterbog messen“, kündigt er an.

Und vielleicht werden dann noch viele Generationen das fröhliche Lied der Einrichtung singen: „Kita Pittiplatsch – hier woll’n wir sein!“

Ein Song über die Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna

4 thoughts on “Kita Pittiplatsch in Kloster Zinna: Ein Dorfkindergarten mit Herz und Zukunft”

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  1. Seit fast fünfzehn Jahren wird nun davon erzählt, daß alles neu gemacht werden soll. Und was ist seither passiert? Auch Lokalpolitiker leben eben in erster Linie von heißer Luft.

    Daher setze ich einen Kasten Pilsener darauf, daß in den nächsten drei Jahren die Kita wegen Mängeln gesperrt wird und dann das Geld für einen Neubau fehlt.

  2. Erst gab es einen Aufnahmestop und nun fehlen Kinder. Was soll denn das? Statt der Kita auf dem Neumarkt sollten lieber die Glühwürmchen und Pittiplatsch erhalten bleiben.

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